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07.12.2017 | 17:29 Uhr

Wirksamer Schutz vor HIV und AIDS: ratiopharm Präparat jetzt preislich deutlich gesenkt und in allen Apotheken erhältlich

Berlin (ots) - Nach wie vor stecken sich in Deutschland viele
Menschen mit dem Humanen Immunschwächevirus HIV an. Wer sein
Infektionsisiko senken möchte, setzt daher auf Safer-Sex Maßnahmen.
Zu ihnen zählt auch die Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP), also die
vorbeugende Einnahme eines bestimmten Medikamentes. Das
Originalpräparat war bislang aber für viele Menschen kaum
erschwinglich, eine günstige Alternative nur in ausgewählten
Apotheken verfügbar. Mit der jetzt gestarteten Preisoffensive des
ratiopharm Präparates ist der medikamentöse Schutz vor einer
HIV-Infektion nun bundesweit zu bezahlbaren Preisen erhältlich.

Es ist eine Statistik gegen das Vergessen, die das Robert
Koch-Institut kürzlich veröffentlichte.(1) "Denn dem Bericht zufolge
infizieren sich in Deutschland immer noch mehrere Tausend Menschen
pro Jahr mit dem HI-Virus. 2016 waren es schätzungsweise 3.100 und
damit ähnlich viele wie 2015", sagte Christoph Weber, Internist und
Infektiologe am Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin. Zugleich macht die
Statistik deutlich, wie wichtig es ist, sich zu schützen.

Dies hieß lange Zeit vor allem, den Verkehr mit möglichweise
HIV-infizierten Partnern zu meiden oder ein Kondom zu benutzen. Was
aber, wenn der HIV-Status eines Partners nicht bekannt ist oder der
Gebrauch eines Kondoms einfach schwerfällt? Dann gibt es seit einiger
Zeit die Möglichkeit, einer HIV-Infektion medikamentös vorzubeugen.

86 % weniger Infektionen durch die PrEP

Die Maßnahme wird als Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) bezeichnet,
weil das Medikament vor dem Kontakt mit dem Erreger eingenommen wird
- auf regelmäßiger Basis, einmal eine Tablette täglich. "In Studien
mit Personen, die selbst nicht infiziert waren, aber ein hohes Risiko
hatten, reduzierte das Medikament die Zahl der Infektionen um bis zu
86 Prozent", berichtete Dr. Nils Postel, HIV-Spezialist aus
München.(2) Dies führte dazu, dass das Medikament für diesen Zweck
zugelassen wurde. Bis dahin wurde es nur als Therapie bei
HIV-positiven Menschen eingesetzt, um den Ausbruch von AIDS zu
verhindern.

Die PrEP ist damit eine geeignete Maßnahme für HIV-negative
Menschen, die ein hohes Infektionsrisiko haben.(2) Das trifft vor
allem auf Männer zu, die ungeschützten Sex mit Männern oder
transidenten Personen haben, sowie auf heterosexuelle Frauen und
Männer, die ungeschützten Sex mit HIV-infizierten Partnern haben bzw.
mit Partnern, deren HIV-Status nicht bekannt ist. Das Medikament
schützt allerdings nicht davor, sich mit anderen sexuell
übertragbaren Erkrankungen anzustecken. Experten raten daher, nach
Möglichkeit trotzdem noch ein Kondom zu verwenden.

Preisoffensive macht PrEP flächendeckend erschwinglich

Obwohl das Medikament HIV-Infektionen nachweislich verhindern
kann, übernehmen die Krankenkassen die Kosten bislang nicht; wer sich
für eine PrEP entscheidet, muss sie selbst bezahlen. Eine Zeitlang
gab es aber nur das Originalpräparat, das mit 800 EUR für die
Monatspackung zu Buche schlug. Ein erstes Generikum kostete 600 EUR
und war damit für viele Menschen ebenfalls unerschwinglich. Eine
wirklich günstige Alternative wurde nur im Rahmen eines
Pilotprojektes in einzelnen ausgewählten Apotheken zur Verfügung
gestellt. "Solche Bedingungen erschweren natürlich den Zugang zu
dieser Präventionsstrategie und verhindern, dass deren Potenzial
ausgeschöpft wird", kommentierte Weber.

Seit 1. Dezember 2017 steht nun das ratiopharm Medikament in der
Monatspackung mit 30 Tabletten für 69,90 EUR zur Verfügung und dies
bundesweit in allen Apotheken. "Das ist ein guter Anlass, die PrEP -
wie übrigens auch die postexpositionelle Prophylaxe - jetzt allen
Personen, die dafür in Frage kommen, zu empfehlen", meinte Marcel
Berger, der in Berlin eine HIV-Schwerpunktpraxis betreibt. "Damit
dürften dann auch die Zeiten weitgehend vorbei sein, da die
Beschaffung des Medikaments über dubiose Kanäle, via Internet und vor
allem ohne begleitende ärztliche Aufklärung erfolgt ist." Mit seiner
bekannten Marke ratiopharm trägt das Arzneimittelunternehmen Teva so
dazu bei, die Kosten der Therapie HIV-positiver Menschen zu senken
und einmal mehr auch die Krankenkassen zu entlasten. Denn durch die
Preissenkung wird nicht nur die Selbstzahlerpraxis für die PrEP so
günstig, sondern gleichzeitig auch die Therapiekosten für die
gesetzlichen Krankenkassen und damit der Solidargemeinschaft der
Versicherten erheblich reduziert.

Awareness Kampagne "Sex on PrEP"

Die Preissenkung und die flächendeckende Bereitstellung sind in
die Aufklärungskampagne "Sex on PrEP" eingebunden, welche ratiopharm
passend zum World-AIDS-Tag am 1. Dezember 2017 gestartet hat. Im
Mittelpunkt der Kampagne steht die Website www.sex-on-prep.de. In
Infokästen werden auf der Homepage die wichtigsten Fragen und
Antworten rund um die Wirkungsweise, die richtige Anwendung, den
Beschaffungsweg und die Kosten der PrEP erläutert. Zum Start der
Website läuft ein Videoclip ab, der unverblümt eine sich anbahnende
sexuelle Situation zwischen zwei Männern zeigt. Diese Zielgruppe ist
bewusst gewählt, da Männer, die ungeschützten Sex mit Männern haben,
zur Risikogruppe für HIV-Infektionen gehören. Auch soll dieser
Videoclip aufklären und trotz der emotionalen Situation daran
erinnern, dass eine regelmäßige PrEP Einnahme vor HIV schützen kann.

Quelle: Fachpressekonferenz Teva GmbH "PrEP neu definiert: Ab
jetzt profitieren alle", 30.11.2017, Berlin

Teva GmbH

Teva ist in Deutschland mit innovativen Arzneimitteln,
Markenprodukten, Generika und freiverkäuflichen Medikamenten breit
aufgestellt. Rund 2.900 Mitarbeiter verteilen sich auf die Standorte
Ulm, Blaubeuren/Weiler und Berlin. Der Deutschlandsitz ist Ulm. Zu
Teva Deutschland gehört mit ratiopharm die bekannteste
Arzneimittelmarke Deutschlands. Das Präparatesortiment deckt nahezu
alle Anwendungsgebiete ab und ist eines der größten und
umfangreichsten im deutschen Markt.

Teva Global
Teva Pharmaceutical Industries Ltd. mit Firmensitz in Israel ist ein
weltweit führender pharmazeutischer Konzern und Weltmarktführer unter
den Generikaunternehmen. Der Konzern erzielte im Jahr 2016 einen
Umsatz von 21,9 Milliarden US-Dollar.

(1)Robert Koch-Institut Epidemiologisches Bulletin 47/2017
(2)Kann G, Wetzstein N Arzneiverordnung in der Praxis
2017;44(4):168-172



Pressekontakt:
Ulrike Krieger-Ballhausen
ukrieger-ballhausen@teva.de
Tel: 0731/402-5241

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