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13.03.2018 | 20:58 Uhr

Rheinische Post: Kommentar: Trumps Weltsicht

Düsseldorf (ots) - Der Personalverschleiß unter dem Präsidenten
Donald Trump, er schlägt schon jetzt alle Rekorde. Das Tempo, mit dem
der Mann Schlüsselfiguren seines Kabinetts auswechselt, sucht
seinesgleichen. Nach dem Wirtschaftsberater Gary Cohn, der vergebens
vor protektionistische Schranken gewarnt hatte, setzt er seinem
Außenminister den Stuhl vor die Tür. Mit Rex Tillerson muss ein
Praktiker gehen, der - bei allen Fehlern, die er beging - für
Augenmaß, pragmatische Wendigkeit und einen kühlen Kopf stand. Mike
Pompeo, der bisherige CIA-Direktor, der ihn beerben soll, ist dagegen
den Hardlinern zuzurechnen. Dass er auf Distanz zu seinem Chef geht,
wie Tillerson es gelegentlich sogar in der Öffentlichkeit tat, ist
von ihm nicht zu erwarten. Sie ist kleiner geworden, die Zahl der
Erwachsenen, die den rebellischen System-Sprenger Trump im
Zweifelsfall vor törichten Fehlern bewahren, die ihn zurückführen auf
eingefahrene Gleise. Der Präsident, so hat es zumindest den Anschein,
umgibt sich zusehends mit Vertrauten, die seine Weltsicht ohne
Abstriche teilen. Keine beruhigende Aussicht.

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