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14.09.2018 | 20:39 Uhr

Rheinische Post: Verlorene Jahre Kommentar Von Georg Winters

Düsseldorf (ots) - Metro-Chef Olaf Koch mag die Real-Märkte und
deren Profitabilität noch so loben - am Ende ist der geplante Verkauf
des Unternehmens nichts anderes als der Versuch, nach Galeria Kaufhof
einen weiteren lästigen Klotz am Bein loszuwerden. Will die neue
Metro wirklich in absehbarer Zeit Erfolg haben, muss sie alles an
Ballast abwerfen, was möglich ist. Für die Erkenntnis braucht es
nicht einmal neue Investoren, die Druck machen. Die Verkaufspläne
sind der traurige Schlussakt einer jahrelangen Tragödie. Es waren
verlorene Jahre für die Metro, in denen handelsfremde Manager wie
Koch und sein Vorgänger Eckhard Cordes es nicht verstanden haben, der
Metro eine nachhaltige Strategie zu verordnen, die Investoren von der
dauerhaften Zukunftsfähigkeit hätte überzeugen können. Im Grunde ist
in den vergangenen Jahren kaum mehr geschehen als die Zerschlagung
des Imperiums von einst. Und die droht auf Dauer auch Real. Denn das
lehrt die Vergangenheit: Käufer wollen immer nur die schönen Stücke.
Den Rest nehmen sie in Kauf, aber auch das nur vorübergehend.



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