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19.08.2019 | 21:30 Uhr

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Arbeit als Rentner

Bielefeld (ots) - In den ersten drei Jahren nach Rentenbeginn
arbeitet fast jeder Dritte und verdient sich etwas hinzu. Ein
Alarmsignal? Leiden so viele Ruheständler an Altersarmut? Nein,
so weit kann man nicht gehen. Zum Glück. Auch wenn sich ein paar
Euro mehr gewiss gut auf dem Konto machen - die blanke Not ist bei
den meisten Unruheständlern nicht ausgebrochen, wenn sie ein paar
Tage im Monat jobben. Vielmehr dürfte es etlichen rüstigen Rentnern
darum gehen, soziale Kontakte zu pflegen und das Gefühl zu haben,
noch für etwas gut zu sein. Die Alternative »nichts tun« oder »Enten
füttern« kommt für sie nicht in Frage. So ist die Rentnerarbeit
häufig auch gut für die Seele. Natürlich gibt es auch die Kehrseite.
Bei manchen reicht das Geld eben doch nicht aus, um über die Runden
zu kommen. Dieser Trend kann sich in den nächsten Jahren
verschärfen. Immer mehr Menschen verdienen in ihrem Berufsleben
schlicht zu wenig und haben daher kaum Geld übrig, um privat
vorzusorgen. Schnell gehören sie zu den Verlierern der Gesellschaft.
Dann ist die Rentnerarbeit kein netter Job mehr, sondern bittere
Notwendigkeit. So weit darf es nicht kommen.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Quelle: http://www.presseportal.de

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