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15.02.2020 | 07:00 Uhr

Schauspielerin Claudia Michelsen: Habe Riesenangst vorm Zahnarzt

Osnabrück (ots) - Claudia Michelsen: Habe Riesenangst vorm Zahnarzt

Obwohl ihre Mutter selbst Zahnärztin war - Schauspielerin blickt auf "die gute
alte Langeweile" in der Kindheit zurück - Als "Polizeiruf"-Kommissarin in
Magdeburg fühlt sie sich "ein wenig zu Hause"

Osnabrück. Der Beruf ihrer Mutter hat Claudia Michelsen (51) die Furcht nicht
nehmen können: "Ich habe Riesenangst vorm Zahnarzt oder eher davor, was in
meiner Fantasie so alles wehtun könnte", bekannte die Schauspielerin im
Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Die Tatsache, als Tochter
einer Zahnärztin aufgewachsen zu sein, habe daran nichts geändert: "In meiner
Erinnerung hatte ich diese Ängste immer schon, eigentlich ganz unbegründet, da
ich kaum Probleme mit den Zähnen habe und daher auch sehr unerfahren bin mit all
den guten Zahnärzten."

Verbote von Cola, Limo und Süßigkeiten habe der Beruf der Mutter nicht nach sich
gezogen, berichtete die 51-Jährige weiter: "Scheinbar hat bei mir dadurch damals
schon unbewusst die Vernunft gesiegt, und das Vertrauen meiner Mutter in mich
tat das Übrige. Ich hatte keine Notwendigkeit, das Verbotene erobern zu müssen."

In Dresden wuchs Michelsen ohne Westfernsehen auf - und vermisste es auch nicht.
Vielmehr habe sie viel Sport getrieben und sei häufig mit dem Fahrrad auf den
Elbwiesen unterwegs gewesen. Früh sei dann auch die Liebe zum Theater
hinzugekommen: "Es ging gar nicht anders, als konzentriert auf sich selbst, sein
Umfeld, seine Freunde zu sein, und die gute alte Langeweile war auch ein
gesunder Teil davon. Stubenarrest war eine Strafe, heute ist es ja eher eine
Strafe, wenn man als Kind rausgehen muss."

Die Liebe zur Elbe hat der 51-Jährigen auch ihre Rolle als Kommissarin Doreen
Brasch im "Polizeiruf 110" aus Magdeburg schmackhaft gemacht, die sie seit
sieben Jahren ausfüllt: "Jetzt bin ich Teil in einer sehr feinen
Polizeiruf-Familie, und außerdem fließt die Elbe ja schließlich auch durch
Magdeburg. Ich mag es sehr gern, jedes Jahr fast zwei Monate dort zu verbringen.
Einige Menschen und die Stadt lassen mich manchmal schon ein wenig fühlen, als
käme ich nach Hause."

In der neuen Folge "Totes Rennen" an diesem Sonntag (ARD, 20.15 Uhr) ermittelt
sie erstmals ohne festen Partner an ihrer Seite - und so werde es zunächst auch
einmal bleiben, sagte Michelsen: "Erst einmal ist das so der Plan. Ich bin ja
auch nicht ganz allein. Felix Vörtler ist schon lange ein wunderbarer,
beständiger Begleiter, und Pablo Grant ist derzeit neu in unserem kleinen Team.
Ich empfinde uns als eine Art Gastgeber für alle möglichen Geschichten, die
erzählt werden wollen. Die Menschen und die Geschichten sind die
Hauptdarsteller, mit denen sich Brasch auseinander- oder ins Verhältnis setzen
kann. Das ist ganz wunderbar."

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Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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