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26.11.2021 | 01:00 Uhr

Bejagung von Wölfen: Jäger machen Druck auf Ampel-Koalition

Osnabrück (ots) -

Bejagung von Wölfen: Jäger machen Druck auf Ampel-Koalition

Reform für Raubtier geplant - Niedersachsens Umweltminister Lies: Es geht nicht um willkürliche Wolfsabschüsse

Osnabrück. Der Deutsche Jagdverband drängt die neue Bundesregierung, geplante Verschärfungen im Umgang mit dem Wolf zügig umzusetzen. Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Was im Koalitionsvertrag festgehalten worden ist, ist in anderen Ländern Europas längst Realität oder geht dort noch deutlich weiter." Die Ampel-Koalitionäre wollen Regelungen auf den Weg bringen, die den Bundesländern "ein regional differenziertes Bestandsmanagement" ermöglichen, wie es im Vertrag heißt.

Dammann-Tamke betonte: "Die Zahl der Wölfe in Deutschland nimmt von Jahr zu Jahr stark zu. Dementsprechend wachsen auch die Probleme im ländlichen Raum." Als einen Effekt der Bejagung erwartet Dammann-Tamke, dass die Kontakte zwischen Wolf und Mensch zurückgehen. "Wir müssen den Wolf lehren, dass er das bleibt, was er von Natur aus ist: ein scheues Wildtier", so der Verbandsvertreter. Es müsse möglich werden, dass solche Wolfsrudel, die immer wieder Nutztiere gerissen haben, auch "komplett entnommen werden", sagte Dammann-Tamke. Ansonsten sei die Haltung von Schafen auf Deichen oder in der Lüneburger Heide kaum mehr möglich.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD), selbst Teilnehmer der Verhandlungen in Berlin, bezeichnete die Beschlüsse zum Wolf als "gewaltigen Schritt nach vorn". Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er: "Wir werden künftig schneller, flexibler und sicherer reagieren können, wenn es zu Problemen mit dem Wolf kommt." Laut Lies wird dazu die Anpassung des Bundesnaturschutzgesetzes notwendig. "Wir reden hier nicht über willkürliche Wolfsabschüsse oder die Auslöschung des Wolfes. Es geht um die Grundlage für ein rechtssicheres Vorgehen, wenn es zu zu vielen Wolfsrissen kommt oder die Wolfspopulation regional das verträgliche Maß übersteigt."

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